GEMEINSAM.BESONDERS.SPORTLICH.

Wie bei der Eröffnung am Mittwoch war auch der Abschluss am Samstag bestens besucht. - Foto: Beßmann-Wernke

Schon kurz vor dem tatsächlichen Schlussakt, der Abschlussfeier auf der Showbühne auf dem Markplatz an der Hammer Pauluskirche vor mehreren tausend Besuchern, zogen die Verantwortlichen der ausrichtenden Sportverbände und die Organisatoren der Stadt Hamm zusammen mit den Hauptsponsoren gegenüber der Presse ein sehr positives Fazit der Gesamtveranstaltung „Hamm 2019“.

So waren die Verbandsvertreter überzeugt davon, dass der inklusive Gedanke von den rund 7.000 Athleten sowie darüber hinaus den vielen Ehrenamtlichen und Helfern voll aufgegriffen und an den zurückliegenden vier Veranstaltungstagen gelebt wurde. „Davon haben beide Seiten sehr profitiert. Vom gemeinsamen Fahnenumzug am Mittwoch an haben hier behinderte und nichtbehinderte Sportler gemeinsam gefeiert und sind ihrem Sport nachgegangen“, betonte WTB-Vizepräsident Oliver Rabe. Genauso wie Gerhard Stiens, dem Vorsitzenden der Special Olympics NRW, lobte Rabe vor allem die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer vor Ort. „Es gab in Hamm eine enorme Unterstützungsbereitschaft. Aus den Sportstätten haben wir ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten“, bedankte sich Stiens. Und diese Zufriedenheit zeichnete die gesamte Veranstaltung aus. „Insgesamt war das eine sehr gute, heitere und entspannte Stimmung in der Stadt Hamm. Die 7.000 Aktiven haben das Bild der Sportstadt Hamm bunter gemacht“, erklärte Markus Kreuz, Sportdezernent der Stadt Hamm, der ebenfalls das herausragende Engagement der vielen Helfer in den Vordergrund stellt. In sein Lob mischt sich die einzige Kritik, mit der Arbeit einiger Dienstleister könne man nicht zufrieden sein, stellte Kreuz klar. „Da sind einige die Veranstaltung offenbar nicht mit demselben Engagement angegangen.“ Die entstehenden Engpässe etwa bei der Getränkeversorgung am ersten Tag fingen die Vereine in den Unterkünften allerdings ab.

So fiel auch das Fazit der Teilnehmer überwiegend sehr positiv aus. „Hier ist alles sehr gut organisiert. Die Helfer in der Friedrich-Ebert Schule sind wirklich super. Denen müssen wir ein großes Lob aussprechen“, bestätigte Sylvia Dumm, Turnerin vom TVE Burgaltendorf Essen. Auch für Feuerwehr und Sanitätsdienst war es eine sehr gelungene Großveranstaltung, deren Einsätze beschränkten sich auf kleinere Sportverletzungen. „Soweit mir bekannt ist, musste niemand im Krankenhaus bleiben“, berichtete Markus Lahrmann vom betreuenden Sanitätsdienst von ruhigen Tagen. „Meistens waren das Kleinstbehandlungen, verstauchte Gelenke, Prellungen oder Insektenstiche“, so Lahrmann. Eine Schnittwunde habe es gegeben, „die aber beim Brötchenschneiden“. Die positive Einschätzung bestätigte auch Jörg Wiesemeier vom Ordnungsamt: „Kurz und knapp: Es war alles ruhig.“ Christian Reeker von der Feuerwehr Hamm ging noch weiter: „Das war eine ruhige, gute Veranstaltung. Das waren super Teilnehmer.“ Und der Abbruch am Mittwoch habe sich auch aus Sicht der Feuerwehr als richtig erwiesen.

Am Eröffnungstag mussten die Verantwortlichen die Eröffnungsveranstaltung vorzeitig abbrechen, das Konzert von Guildo Horn musste sogar ganz abgesagt werden. „Aber im Grunde hatten wir ja noch Glück. Das hätte ja viel früher kommen können“, hielt sich die Enttäuschung bei Gerhard Stiens und den anderen Verantwortlichen darüber noch in Grenzen. Rabe: „Insgesamt haben wir ja viel Glück mit dem Wetter gehabt. Dies zusammen mit der guten Unterbringung und Versorgung an den Schulen und dem reibungslosen Transport sind der Schlüssel für ein erfolgreiches Turnfest.“ Denn auch die Stadtwerke Hamm erhielten von allen Seiten großes Lob für den erfolgreichen Transfer von täglich fast 5.000 Athleten zu und von den Wettkampfstätten. „Wir hatten für den Fall, dass es irgendwo Engpässe gab, immer fünf Busse in Bereitschaft vorgehalten“, bedankte sich Jörg Hegemann, Stadtwerke-Geschäftsführer, bei seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Auch die Teilnehmer lobten die Hilfsbereitschaft: „Die Menschen sind hier alle so nett und freundlich – die Busfahrer, in der Schule die Helfer und die Bürger, die hier leben“, betonte Alexandra Stoffers von der TSG Helene Essen. Somit gab es auch aus Sicht des Premiumpartners Stadtwerke Hamm allen Grund zur Zufriedenheit. Eine Einschätzung, die auch Frank Selberg für den zweiten großen Partner von Hamm 2019 teilte, der Sparkassen-Finanzgruppe mit den Partnern Sparkassenverband Westfalen-Lippe, Rheinischer Sparkassen- und Giroverband, Hessische Landesbank und Sparkasse Hamm. „Auch aus unserer Sicht war das eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die wir gerne als großer Förderer des Sports unterstützt haben.“

Albert Hammond sorgte für einen emotionalen Höhepunkt der Abschlussveranstaltung. - Foto: Beßmann-Wernke
Albert Hammond sorgte für einen emotionalen Höhepunkt der Abschlussveranstaltung. - Foto: Beßmann-Wernke

Im Anschluss an das Pressegespräch wurde dann auch der offizielle Abschluss der Veranstaltung gefeiert. Dabei wurde das olympische Feuer während einer überraschenden Gesangseinlage von „Hammer Summer“-Stargast Albert Hammond gelöscht. Der Titel dabei hätte dabei mit dem offiziellen Song von Olympia 1988 nicht passender gewählt sein können: „One Moment in Time“ hatte Hammond für Whitney Houston komponiert, extra für den Abschluss in Hamm selbst gesungen – und damit viele der mehreren tausend Besucher zu Tränen gerührt. Danach gehörte die Showbühne endgültig den Künstlern, während der „Hammer Summer“ nun begann, machten sich rund 600 geladene Helfer auf den Weg zur „Helferparty“ im Alten Fährhaus im Hammer Kurpark. (sko)